Die Arbeitskräftenachfrage geht nun seit 10 Monaten zurück, die Trendumkehr setzte bereits vor zwei Jahren ein. Aktuell fiel der Rückgang aber nicht mehr so stark aus wie zum Jahreswechsel. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) - ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland - ging im März um 4 auf 137 Punkte zurück, nach -3 im Februar, aber noch -8 im Januar, und jeweils -5 im November und Dezember. Verglichen mit dem Vorjahr lag die Arbeitskräftenachfrage insgesamt mit -35 Punkten deutlich im Minus (Februar 2009: -30). Damit fiel die Arbeitskräftenachfrage auf das Niveau vom Frühjahr 2006 zurück. Auch in den kommenden Monaten ist deshalb mit einem weiteren Beschäftigungsrückgang zu rechnen.
"Der konjunkturelle Abschwung wirkt sich zunehmend auf den Arbeitsmarkt aus. Die drei wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes entwickelten sich negativ: Die Arbeitslosigkeit stieg, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm ab und die Arbeitskräftenachfrage ging weiter zurück. Allerdings hat Kurzarbeit dem stabilisierend entgegengewirkt", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.
Am Sonntag, den 29. März 2009, beginnt dieses Jahr in Deutschland die Sommerzeit. Um 2 Uhr morgens Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) wird die Uhr um eine Stunde auf 3 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) vorgestellt. Die Zeitumstellung ist in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union und in anderen Nachbarstaaten vorgeschrieben. Mit Wirkung zum 04. Juli 2008 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die Zuständigkeit für die gesetzliche Zeit vom Bundesministerium des Innern übernommen, weil es für das gesetzliche Messwesen zuständig ist und die gesetzliche Zeit einen Teil hiervon bildet.
Im Februar lag die Arbeitslosenquote weiter bei 4,9 Prozent. Insgesamt stieg die Zahl der Arbeitslosen moderat um 794 Menschen gegenüber dem Vormonat. "Obwohl sich die absolute Zahl der Arbeitslosen damit kaum verändert hat, stellen wir eine hohe Bewegung fest. Der Zugang an Arbeitslosen war deutlich höher als im Vorjahresmonat, konnte durch die hohe Zahl an Abgängen aber fast ausgeglichen werden. Aufgrund seiner Branchenvielfalt zeigt sich der Münchener Arbeitsmarkt im Vergleich zu anderen Regionen weiterhin widerstandsfähig", stellt Bernd Becking, Chef der Arbeitsagentur München, fest. "An der steigenden Zahl der Kurzarbeit sehen wir allerdings, dass die konjunkturelle Entwicklung Wirkung zeigt. Unser allerwichtigstes Ziel ist jetzt, zusammen mit den Unternehmen die Mitarbeiter in Beschäftigung zu halten und die Zeit zu nutzen, mit unseren Förderinstrumenten zu qualifizieren." Mit dem Konjunkturpaket II ist dies jetzt über "Unqualifizierte" und "Ältere" hinaus auch für Fachkräfte möglich.
Die globale Wirtschaftsleistung befindet sich im freien Fall. Erstmalig seit dem Zweiten Weltkrieg wird sie sinken. Die deutsche Wirtschaft ist von der Abwärtsspirale der Weltwirtschaftskrise besonders stark betroffen, vor allem weil sie sich im vergangenen Jahrzehnt ausgeprägt auf den Export konzentriert hat. Deutschland erlebt derzeit die mit Abstand tiefste Rezession der Nachkriegszeit; das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird in diesem Jahr um 5 Prozent sinken. Erst 2010 dürfte sich die konjunkturelle Grundtendenz stabilisiert haben. Im kommenden Jahr wird die deutsche Wirtschaft mit einem minimalen Zuwachs von 0,2 Prozent praktisch stagnieren (alle Eckdaten in einer Tabelle im Prognose-Update; Link siehe unten). Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung im Update seiner Konjunkturprognose. Im zweiten Halbjahr 2009 schlägt die wirtschaftliche Schwäche deutlich auf den Arbeitsmarkt durch.
Überraschend hat der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) doch noch ein Angebot in der laufenden Tarifrunde gemacht. "Der Druck des beginnenden Streiks hat offensichtlich Wirkung gezeigt", sagte Frank Riegler, Verhandlungsführer von ver.di. Die Tarifkommissionen der Gewerkschaft ver.di und der dbb-tarifunion haben am Samstag in München das Angebot der Arbeitgeber beraten und angenommen. Die Streiks für nächste Woche werden ausgesetzt
Sandra Kreuch, Mutter von 4 Kindern (Zwillinge 10 Monate, Sohn 6 Jahre, Tochter 10 Jahre), steht Ihnen mit Rat & Tat rund um das Thema "Babys / Kinder" zur Seite.
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